Werte erkennen und definieren

Werte erkennen und definieren

Persönliche Werte sind mehr als nur eine innere Haltung, die du gegenüber der Umwelt einnimmst. Werte werden durch das soziale Umfeld, aber auch durch die Kultur, in der du lebst, geprägt. So lautet eine allgemeingültige Definition:

„[…] Werte bezeichnen im allgemeinen Sprachgebrauch als erstrebenswert oder moralisch gut betrachtete Eigenschaften bzw. Qualitäten, die Objekte, Ideen, praktischen bzw. sittlichen idealen, Sachverhalten, Handlungsmustern, Charaktereigenschaften oder auch Gütern beigemessen werden.“

(Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Wertvorstellung, Stand 09.2020)

Doch aus den Werten lassen sich noch weitere Schlussfolgerungen ziehen. So können Werte oder verschiedene Haltungen gegenüber den Werten zentrale menschliche Ziele und Motive repräsentieren. Grundsätzlich erlernst du die Werte im Laufe deines Lebens. Schon in der frühkindlichen Erziehung haben dir deine Eltern verschiedene Werte mit auf den Weg gegeben. Diese hast du aufgenommen und es ist sehr wahrscheinlich, dass du einen Teil dieser Werte für dich übernommen hast und weiter mit dir führst. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Werte von Gesellschaft zu Gesellschaft oder von Kultur zu Kultur verschieden sind. Die eigenen Werte kennen zu lernen, das sind die Herausforderungen, um die es hier geht! Wie du deine eigenen Werte herausfinden kannst, möchte ich dir in der ersten Aufgabe dieses Abschnittes vorstellen. Ich glaube, ich konnte gerade deine Gedanken erraten: Werte, das sind doch bestimmt Einstellungen - oder? Finden wir es gemeinsam heraus!

Werte = Einstellungen?

Um zwischen Werten und Einstellungen unterscheiden zu können, müssen wir zunächst einmal die Einstellungen definieren. Mit Einstellungen ist gemeint, dass du eine Bereitschaft an den Tag legst, auf eine ganz bestimmte Art und Weise auf eine Person, eine Gruppe, einen Gegenstand oder eine Situation zu reagieren. Darüber hinaus ist es auch möglich, auf eine Vorstellung anderer Menschen dementsprechend zu reagieren. Deine Reaktionen äußern sich dabei in deinen Annahmen und Überzeugungen (kognitiv), deinen Emotionen (affektiv) und natürlich in deinen Verhaltensweisen (Verhalten). Zu den Einstellungen zählen übrigens auch Vorurteile, Antipathie oder Sympathie und auch das Selbstwertgefühl spielt hier eine Rolle. Anders, als es bei den Werten der Fall ist, sollen Einstellungen dir dabei helfen, bestimmte Lebensbereiche einzuschätzen.

Ich möchte dir zu den Einstellungen ein Beispiel geben: Gehen wir einmal davon aus, dass Wahlen anstehen. Du interessierst dich für eine bestimmte Partei. Zunächst einmal sammelst du mehr Informationen über das Konzept und die Standpunkte dieser Partei (die kognitive Komponente). Du empfindest das Wahlkonzept dieser Partei als positiv und kannst dich mit vielen Punkten, welche die Partei aufführt, identifizieren (affektiv). Am Ende wirst du dich bei der Wahl dazu entschließen, dieser Partei deine Stimme zu geben (Verhalten).

Für die Einstellung ist es wichtig, dass diese drei Komponenten in gegenseitiger Wechselbeziehung zueinander stehen. Je mehr diese drei Komponenten übereinstimmen, umso stabiler ist deine Einstellung. Neben der Wahl kannst du natürlich auch noch andere Beispiele einbringen. Mehr dazu erfährst du in den Aufgaben.

Merke dir also: Werte sind jene Merkmale, die deine Ziele und Motive repräsentieren. Einstellungen wiederum basieren auf drei Komponenten, die in einer Wechselwirkung zueinanderstehen und daher jederzeit schwanken können. Daraus ergibt sich, dass Werte und Einstellungen nicht zu anonym zueinander stehen.

Was haben nun aber die Werte mit deinem persönlichen Glück zu tun? Je mehr du dich mit deinen persönlichen Werten auseinandersetzt, umso wahrscheinlicher ist es, dass die Werte auf deine Wünsche und Ziele abfärben. Nur dann, wenn deine Werte mit den Zielen oder Wünschen übereinstimmen, werden sie von dir als erstrebenswert erachtet. Außerdem können deine persönlichen Werte zudem einen Effekt darauf haben, wie sehr du bereit bist, dich an dein Ziel oder deinen Wunsch zu binden. Man könnte also vereinfacht sagen, dass die Werte dafür zuständig sind, welche Wünsche und Ziele du verfolgen wirst, während die Einstellung dazu den Durchhaltewillen stärkt. Werte und Einstellungen sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe, die aber doch im Fall deines persönlichen Glücks in einer direkten Wechselwirkung zueinander aufgestellt sind.

In 2 Schritten zu deinen Werten

  1. Um deine Werte herauszufinden, gehst du die folgende Liste durch. Dabei schreibst du 10 Werte heraus, die auf dich zutreffen. Es geht dabei nicht darum, ob du diese Werte gerne besitzen würdest! Zehn Werte sollen dich definieren und ausmachen. Im Anschluss vergleichst du die von dir ausgesuchten Werte miteinander. Vergleiche den ersten Wert mit dem zweiten Wert. Welcher Wert ist dir wichtiger? Mache hinter dem Wert einen Strich. Vergleiche nun den dritten Wert mit dem ersten und zweiten Wert, welcher ist dir nun am wichtigsten? Mache dort wieder einen Strich. Gehe so die ganze Liste durch. Am Ende bekommst du darüber Aufschluss, welche Werte dir besonders wichtig sind. Es geht dabei nicht um eine Wertung im Sinne von positiv oder negativ, sondern nur um die Gewichtigkeit. Es steht dir frei, weitere Werte hinzuzufügen, wenn diese in der Liste nicht vorhanden sind.

Liste der möglichen Werte

Akzeptanz

Intuition

Gerechtigkeit

Spiritualität

Gleichheit

Realismus

Verantwortung

Kreativität

Wohlstand

Balance

Wissen

Kooperation

Gemütlichkeit

Qualität

Schönheit

Ruhm

Liebe

Selbstständigkeit

Effizienz

Loyalität

Zeit für mich

Überlegenheit

Stabilität

Engagement

Leidenschaft

Dankbarkeit

Einfachheit

Mitgefühl

Zuneigung

Flexibilität

Achtsamkeit

Vertrauen

Fortschritt

Natürlichkeit

Toleranz

Freiheit

Neugierde

Treue

Nähe

Sicherheit

Herausforderung

Fröhlichkeit

Objektivität

Nachhaltigkeit

Optimismus

Transparenz

Gesundheit

Ordnung

Bescheidenheit

Hilfsbereitschaft

Verlässlichkeit

Offenheit

Hoffnung

Beliebtheit

Authentizität

Humor

Erfolg

Ehrlichkeit

Großzügigkeit

Aufregung

(Quelle: https://einguterplan.de/werte/ Stand 09.2020)

Du kannst die Werte so lange vergleichen, bis du dich mit ihnen wirklich wohlfühlst und du deine Top 3 Werte mit ruhigem Gewissen stehen lassen kannst. Für diese Aufgabe solltest du dir ausreichend Zeit nehmen und diese nicht zwischen Tür und Angel angehen. Schließlich geht es um deine Werte!

  1. Nicht immer ist es einfach, zwischen Werten und Einstellungen zu differenzieren. Schließlich scheinen sie sich auf dem ersten Eindruck zu gleichen, wie ein Ei dem anderen. Gehe die drei Komponenten (kognitiv, affektiv und Verhalten) durch und hinterfrage so manche Einstellung oder einen Wert. Wähle für diese Aufgabe zunächst einfache und alltägliche Situationen aus. Gerne kannst du dich auch an dem Beispiel der Wahl orientieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Jeder Mensch sollte seine Werte kennen. Damit kannst du dich selbst und auch andere besser einschätzen und leichter die richtigen Freude finden. Auch bei der Partnerwahl würde ich empfehlen auf die Werte zu schauen. 

Ein gutes Coaching kann dir helfen, die passende Strategie und Aktivitäten zu finden und ein stabileres emotionales Gleichgewicht zu schaffen. Damit kannst du ein glücklicheres und erfolgreicheres Leben führen.

Infos: Mental-Stark-Startegie


ÜBER DIE AUTORIN

Autor

Monika Gayer

Monika Gayer ist akademischer Mentalcoach & Dipl. Lebensberaterin. Sie unterstützt Menschen bei der Entwicklung und Erweiterung von mentaler Stärke.

Die "Mental-Stark Erfolgsstrategie" öffnet dir die Augen für die Dinge, die dich zurückhalten und zeigt dir Wege, um deine Träume zu verwirklichen und dein volles Potenzial auszuschöpfen.

Willst du deine Gedanken unter Kontrolle bringen?

Kostenfreies Videotraining

UI FunnelBuilder

Erhalte hier das kostenfreie Videotraining | Positiv denken lernen | Aus meinem Programm "Change your life in 7 Tagen"